Mondfinsternis 2018

Letzten Freitag gabe es die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts. Die Zeit, wenn der Erdtrabant vollsändig hinter dem Erdschatten verschwindet, nennt man auch Blutmond. Am besten kann man den Nachthimmel sehen und fotografieren, wenn man fernab von künstlicher Beleuchtung ist. Ich suchte mir dafür einen Platz nicht weit ab von meinem Arbeitsweg auf dem Heidelberger Kohlhof. Die erste Überraschung, als ich dort ankam - es gab keine Parkplätze mehr! Ich fand irgendwann doch einen Platz, doch kurz darauf auf der weitläufigen Wiese wurde es abermals schwierig einen Platz zu finden - hunderte Mondtouristen, die wie ich von hier oben das Himmelsspektakel mit ansehen wollten. Ich war schon etwas überrascht - wurde dieser Ort irgendwo empfohlen? Nun wie ich erfahren habe, soll es an anderen Plätzen der Republik ähnlich voll gewesen sein, vielleicht war das einfach nur Zufall.

Leider hatte ich nicht die Zeit eine ganze Belichtungsreihe mit dem sich verdunkelnden und später wieder hinter dem Erdschatten auftauchenden Mond zu machen, aber auch so gelangen mir ein paar schöne Einzelaufnahmen - hier zwei davon. Der kleine helle Punkt jeweils in der unteren Hälfte war übrigens der an dem Tag ebenfalls sehr hell und nah scheinende Mars.

 

Später zuhause angekommen konnte man immer noch das Schauspiel am Himmel sehen: langsam tauchte der Mond wieder hinter dem Schatten hervor. Leider kann man wegen der starken Helligkeitsunterschiede nur schwer gute Bilder machen. Mit den vom hellen Mondlicht angestrahlten Wolken entstanden aber auch hier noch ein paar stimmunsgvolle Aufnahmen, von denen ich eine weitere angehängt habe.

Die nächste Mondfinsternis soll es übrigens am 21. Januar 2019 geben.