Kleine Strandbewohner

Die Steinböcke aus dem letzten Artikel waren zwar scheu, aber aufgrund ihrer Grösse für aufmerksame Beobachter doch kaum zu übersehen. Dieses Mal habe ich wieder zwei scheue Weggesellen vor die Kamera bekommen, diese konnte man aber doch leicht übersehen. Die genauen biologischen Bezeichnungen, muss ich Euch leider schuldig bleiben - ich würde sie aus meinem laienhaften Verständnis heraus beide als Unterformen von Strandkrebsen sehen. Exemplar Nummer 1 habe ich in der Keakakelua Bay auf Big Island/ Hawaii aufgenommen. Die meisten der menschlichen Besucher dort, haben nur ein Auge für die tolle Landschaft, die laut in die Bucht hineinrauschenden Bilderbuchwellen oder die alten Kulturgüter nahe dem Strand.

Auch die kleinen Strandkrebse wie auf dem zweiten Bild wuselten zwischen zahlreichen sonnenbadenden Strandgästenauf Kauai umher, ohne von diesen wahrgenommen zu werden. Dabei war es ganz lustig anzuschauen wie sie flink über den Sand flitzten, sobald aber der nächste Schwall Wasser der Brandung sich näherte, sie in atemberaubender Geschwindigkeit in die nahegelegenen Sandhöhlen flüchteten. Selbst wenn die Höhlen mal überschwemmt worden und im Sand nicht mehr auszumachen waren, tauchten die kleinen Strandbewohner nach kurzer Zeit wieder auf und wuselten, als ob nichts gewesen wäre, über den Strand.

 

Fotografisch habe ich beide mit meiner Sony alpha7m3 aufgenommen. Aufgrund der Geschwindigkeit der kleinen Flitzetierchen waren sehr kurze Verschlusszeiten von einer 1250stel bzw. einer 1600stel Sekunde notwendig, dazu hatte ich bei beiden eine Blende 4 und eine Objektivbrennweite von 105mm.

Zu Besuch beim König der Berge

Meine Fototour zu den Gämsen in den Vogesen hat bei mir Eindruck hinterlassen. Ich war beeindruckt, wie grazil und mit welcher Leichtigkeit diese Tiere an den steilen Felswänden kletterten. Und ich war dankbar, dass diese Tiere mir die Chance gaben sie in Ruhe zu fotografieren, ohne Scheu zu zeigen oder zu flüchten. Natürlich hielt ich mit meinem Superteleobjektiv den notwenigen Respektsabstand und liess ihnen weitgehend ihre Ruhe. Seither wollte ich einen entfernt Verwandten in den Alpen suchen und ablichten: den Steinbock. Schon oft war ich in den Alpen - oft auch hochalpin - bewusst wahrgenommen habe ich dort aber noch nie ein Tier. Mein erster Versuch Steinböcke im nahen Bayern zu fotografieren, scheiterte dieses Jahr aufgrund des Wetters. Das Hochgebirge ist kein Spielplatz und wie den Tieren so sollte man auch den Bergen als Ganzes den notwendigen Respekt entgegen bringen. So verschob ich mein Projekt auf unbestimmte Zeit. Im hochsommerlichen August ergab sich nun während des Familienurlaubs in Tirol eine weitere Möglichkeit. Als der Wetterbericht vielversprechend war, stiegt hoch: im Gepäck wieder meine Spiegelreflex mit Supertele, sowie noch eine kleine andere Kamera mit einem Reisezoom für alle anderen Aufnahmen in der Landschaft. Mitsamt etwas Verpflegung und Zusatzkleidung wie Regenjacke und Pulli kein leichtes Gepäck. Insofern war der Aufstieg auf fast 3.000 Meter in dem unwegsamen Gelände sehr mühsam. Als ich schliesslich beim Gipfelkreuz angekommen war, hatte ich einen herrlichen Rundumblick um die umliegende Bergwelt. Auf dem Aufstieg hatte ich zumindest ein Murmeltier kurz gesehen, nur Steinböcke waren entgegen der Vorhersagen, dass die Chancen hier nicht schlecht stünden, wieder Fehlanzeige. Nachdem ich mir etwas Passendes zu den hier oben recht kühlen Bedingungen angezogen hatte, ging es am Berggrat entlang. Zum Glück waren hier entgegen zum Aufstieg nur wenige Wanderer unterwegs. Meine Blicke huschten ständig aufmerksam über die karge Felslandschaft, ich reagierte auf jede Bewegung und jedes Geräusch. Doch ausser ein paar Bergdohlen und dem Wind war hier weit und breit nichts zu sehen. Der Weg machte einen Bogen und führte nun den berg hinunter. Ich hatte mich schon damit abgefunden "nur" mit ein paar netten Landschaftsaufnahmen heim zu kommen, da sah ich ihn plötzlich etwas abseits des Weges etwas müde in der MIttagshitze liegen - den König der Berge - einen Steinbock! Doch bei genauem Hinsehen stellte ich fest, das war nicht nur ein Tier sondern eine kleine Herde.


Ich verweilte wie auch damals in den Vogesen einige Zeit im Respektsabstand bei den Tieren. Sie zeigten noch weniger Scheu als ihre Verwandten in Frankreich, vielleicht waren sie aber auch einfach nur müde. Deshalb gab es während der ganzen Zeit nur wenig Bewegung in der Gruppe und entsprechend weniger spektakuläre Aufnahmen. Nur einmal erhoben sich 2 junde Böcke für ein kurzes Kräftemessen. Trotzdem war ich auch dieses Mal sehr dankbar die Tiere beobachten und fotografieren zu können. Nach einer halben Stunde liess ich sie dann wieder in Ruhe und wanderte zurück zu meiner eigenen zuhause wartenden Familie.

 

Für die nächste Wanderung ins Hochgebirge, könnte man schauen, ob sich am Gewicht des Rucksacks noch etwas schrauben lässt. Es wird auf jeden Fall schwierig, denn ein Supertele-Objektiv ist für die Wildtierfotografie in der Regel schon hilfreich und das hat an sich schon ein recht hohes Eigengewicht. An der Kamera mit dem Weitwinkelobjektiv für die Landschaftsaufnahmen würde ich auch einen Polfilter verwenden - von diesem Tag gefällt mir - vermutlich auch wegen der Lichtverhältnisse - fast keine der Landschaftsaufnahmen.

Mondfinsternis 2018

Letzten Freitag gabe es die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts. Die Zeit, wenn der Erdtrabant vollsändig hinter dem Erdschatten verschwindet, nennt man auch Blutmond. Am besten kann man den Nachthimmel sehen und fotografieren, wenn man fernab von künstlicher Beleuchtung ist. Ich suchte mir dafür einen Platz nicht weit ab von meinem Arbeitsweg auf dem Heidelberger Kohlhof. Die erste Überraschung, als ich dort ankam - es gab keine Parkplätze mehr! Ich fand irgendwann doch einen Platz, doch kurz darauf auf der weitläufigen Wiese wurde es abermals schwierig einen Platz zu finden - hunderte Mondtouristen, die wie ich von hier oben das Himmelsspektakel mit ansehen wollten. Ich war schon etwas überrascht - wurde dieser Ort irgendwo empfohlen? Nun wie ich erfahren habe, soll es an anderen Plätzen der Republik ähnlich voll gewesen sein, vielleicht war das einfach nur Zufall.

Leider hatte ich nicht die Zeit eine ganze Belichtungsreihe mit dem sich verdunkelnden und später wieder hinter dem Erdschatten auftauchenden Mond zu machen, aber auch so gelangen mir ein paar schöne Einzelaufnahmen - hier zwei davon. Der kleine helle Punkt jeweils in der unteren Hälfte war übrigens der an dem Tag ebenfalls sehr hell und nah scheinende Mars.

 

Später zuhause angekommen konnte man immer noch das Schauspiel am Himmel sehen: langsam tauchte der Mond wieder hinter dem Schatten hervor. Leider kann man wegen der starken Helligkeitsunterschiede nur schwer gute Bilder machen. Mit den vom hellen Mondlicht angestrahlten Wolken entstanden aber auch hier noch ein paar stimmunsgvolle Aufnahmen, von denen ich eine weitere angehängt habe.

Die nächste Mondfinsternis soll es übrigens am 21. Januar 2019 geben.

Sonnenfelder

Aktuell komme ich wenig zum fotografieren und wenn, dann sind es meist Familienfotos, die ich hier nicht veröffentliche. Letzte Woche hatte ich bei einer kleinen Radtour aber meine Kamera doch mal wieder dabei und konnte ein paar schöne Sonnenblumen am Wegesrand fotografieren.

Nachthimmel über dem Mittelmeer

Schon lange wollte ich mal einen schönen Sternenhimmel mit Landschaft fotografieren. Allerdings ist das nicht ganz so einfach - in Mitteleuropa ist besonders nahe der Ballungszentren so gross, dass man kaum noch genügend Sterne zu sehen bekommt. Der letzte Urlaub hat mich nach Zypern geführt. Zwar gibt es auch dort Lichtverschmutzung, doch ist die nicht ganz so schlimm wie bei uns zuhause. Mitspielen muss auch das Wetter - es sollte möglichst wolkenlos und möglichst nicht zu windig sein. Ausserdem sollte der Mond nicht zu hell scheinen. Während der Urlaubswoche hatte ich dafür genau einen Abend, an dem alles halbwegs gepasst hat - nur mit dem Wind musste ich zurecht kommen.

Als Reisekamera hatte ich wieder meine Sony alpha6300 dabei, dazu ein Samyang 12mm Ultraweitwinkel. Um möglichst viele Sterne auf das Bild zu bekommen, habe ich Panorama-Aufnahmen aus meheren Einzelaufnahmen erstellt. Leider stand mir dafür kein Panoramakopf für das Stativ zur Verfügung, so kippte das Objektiv bei einer der beiden Aufnahmen etwas - mir gefällt sie trotzdem, deshalb habe ich sie hier reingestellt. Bild 1 ist aus 8 Einzelaufnahmen zusammengestellt, Bild 2 sogar aus 11 Aufnahmen. Welche Sternbilder man genau sieht, können mir die Astronomiekenner unter Euch vermutlich besser sagen. Beim nächsten Mal erwische ich hoffentlich dann die Milchstrasse - dieses Mal hat sie sich hinter der Erde versteckt.

Eis über dem Wasser

Gleiche Location wie beim letzten Mal - der Winter ist aber mit vielen Tagen kaltem Kontinentalwind aus Osten zurückgekehrt. Besonders in der letzten Nacht stürmte es gewaltig im Neckartal. Das Wasser peitschte gegen talwärts gegen das Ufer und über der Wasseroberfläche bildeten sich teils skurrile Wasserskulpturen.

 

Ich war heute deshalb kurz mit meiner Canon am Ufer unterwegs - keine halbe Stunde und doch nach dieser kurzen Zeit danach ziemlich durchgefroren. Vielleicht war die Canon nicht die beste Wahl, denn bei Kamerapositionen knapp über dem Wasser wäre eine Kamera mit schwenkbarem Monitor vermutlich besser gewesen. In der Canon ist der Bildschirm noch fest und mit dem Sucher ging in dieser Höhe nichts mehr, deshalb war fokkussieren und Bildaufbau so etwas schwierig. Passend zum eher grauem Wetter habe ich mich für eine passende Nachbearbeitung der Bilder entschieden.

Momentaufnahmen aus Heidelberg und der Welt


Ich liebe es die besonderen Momente im Bild festzuhalten