Es wird Nacht in Töwerland

Wie so oft geht der Urlaub viiiel zu schnell vorbei. Wir waren dieses Jahr auf der vermeintlich schönsten Insel Norddeutschlands: auf Juist - auch "Töwerland" genannt - das Traumland. Es war wirklich ein wunderschöner Urlaub und natürlich habe ich auch wieder viele schöne Naturaufnahmen von Landschaft und Tieren gemacht. Das ein oder andere Bild kann man schon auf meinem Instagram-Account sehen, vielleicht kommt auch hier noch mehr.  Am besten kommt das mit dem Traum aber wahrscheinlich mit den Abend- und Nachtaufnahmen hier rüber - seht selbst! 😊

Scheue Bewohner am Neckarufer

Viele Jahre habe ich am Neckarufer gelebt. Diese scheuen Gesellen hier, die ich neulich am Flussufer traf, sah ich all die Jahre nicht. Aber es ist auch kein Wunder - der Trubel am Heidelberger Neckarufer ist ihnen sicher etwas zu viel und auch so finden sie hier für sich im Naturschutzgebiet deutlich lebenswertere Bedingungen. Ich bin kein Experte, aber nach meiner Bestimmung müssten das Teichfrösche und Erdkröten sein.

Von Bienchen und Hummeln

Heute Nachmittag war ich im Naturschutzgebiet. Eigentlich wollte ich viel grössere Tiere fotografieren, von denen versteckten sich aber die Meisten - vermutlich war ihnen zu heiss oder es waren ihnen auf dem angrenzenden Uferweg zu viel Trubel. Dafür traf ich etwas abseits diese fleissigen Arbeiter und Sammler. Zum Glück hatte ich neben dem langen Tele auch ein kleines Makro dabei.

Und schaust du in die Ferne ..

Hier soll es jetzt nicht wie der ein- oder andere bei dem Titel vielleicht denken mag, um Reisefotografie gehen. Ich hatte gestern erstmals die Möglichkeit ein neues Objektiv zu testen: das Sony SEL FE200-600mm G. In der Wildtierfotografie kann und sollte man nicht zu nah an die Tiere rankommen, da hilft es, wenn man ein Objektiv mit viel Brennweite verwendet. Ich hatte jüngst versucht, mein altes Sigma-Teleobjektiv für Canon auf der Sony zu adaptieren, allerdings kamen dabei Blendenwerte heraus, die es an der Sony für mich uninteressant machten - der Hintergrund war viel zu unruhig und die Bilder so für mich nicht schön. An den Sony-Kameras habe ich bisher das 100-400 GM genutzt und bin dann dank Telekonverter und mit einer Kamera mit Crop-Faktor (alpha6xxx-Serie) auf eine maximale Brennweite von 560mm gekommen. Das ist schon sehr gut, aber auch hier bezahlt man die lange Brennweite mit unruhigeren Hintergründen und höheren Isozahlen - die Bilder haben ein höheres Bildrauschen. Deshalb greifen Wildtierfotografen oft zu lichtstarken Brennweiten. Für Sony E-Mount gab es hier lange Zeit kein Objektiv im Angebot. Inzwischen gibt es eine lichtstarke Festbrennweite mit 600mm, die liegt aber in der Preisklasse eines Kleinwagens, insofern ist sie für den normalen Hobby-Fotografen keine wirkliche Option. Das oben genannte, ist nicht ganz so lichtstark, dafür aber deutlich günstiger, insofern war ich gespannt wie es sich im Vergleich zu meinen bisherigen Möglichkeiten schlägt.

Auf die Technik will ich gar nicht gross eingehen, dass kann man in anderen Blogs, Testberichten nachlesen und mich voll auf meinen Eindruck als privater Endwender konzentrieren.

Haptik: der Objektiv ist erstmal ein Brummer - mit über 2 kg hat man hier deutlich mehr zu tragen als mit dem 100-400mm (knapp 1,4 kg). Natürlich ist es auch deutlich länger als sein kleiner Bruder, allerdings verfügt es über einen internen Zoom-Mechanismus, d.h. es wird beim Zommen nicht noch länger wie das kleinere Objektiv oder bspw. auch das Sigma. Für mich lässt sich so deutlich besser freihand fotografieren, das war mit dem Sigma kaum mehr möglich. Die Bilder unten habe ich alle ohne Stativ gemacht - beim Sigma hätte ich ohne Stativ vermutlich nach kurzer Zeit schlapp gemacht. Trotzdem: wer so ein Objektiv dabei hat, sollte sich gut überlegen wie er diesen Trümmer transportiert. Übrigens kleine Randbemerkung: das 600mm-Profiobjektiv wiegt über 3 kg - weiter Pluspunkt für das günstige Zoom!

Bildqualität: natürlich konnte ich gestern bei dem Spaziergang noch nicht alles austesten, aber von den gemachten Bildern bin ich sehr angetan. Wie man sehen kann, sind alle Tiere trotz der Entfernung knackscharf. Der Autofokus lief immer sehr leise, schnell und präzise. Die Bilder wurden nur wenig nachbearbeitet, die Farben aus der Kamera sind durch die Bank weitgehend natürlich, deshalb muss man da nicht mehr viel machen. Die Hintergründe verschwimmen in einem weichen, schönen Bokeh. Genau das, was ich bei meinen bisherigen Optionen etwas vermisst hatte.

Fazit: natürlich ist das Objektiv ein gewisser Kompromiss. In den meisten Fällen wird man als Wildtierfotograf mit der längsten Brennweite arbeiten, deshalb bedarf es nicht unbedingt eines Zoom. Dafür wäre eine hohe Lichtstärke für die frühen Morgen- und die späten Abendstunden ganz hilfreich. Das gibt es aber für normale Anwender mit diesem System derzeit zu keinem akzeptablen Preis - vielleicht legen Sigma oder noch eher Tamron in absehbarer Zeit hier ja nach. Aus meiner Sicht ist das 200-600mm-Objektiv also derzeit konkurrenzlos. Das was es macht, macht es aber hervorragend. Die Bilder erscheinen mir harmonischer als die des vergleichbaren Sigma, in der Haptik topt es das sogar. Ich bin mal gespannt wie es sich mit einem Telekonverter oder an der kleinen 6xxx-Sony schlägt, wenn man dann noch mehr Brennweite hat. Nach den ersten Eindrücken hier, habe ich aber kaum Zweifel, dass es auch da ähnlich souverän agiert.

Ein paar Fotos von "Daheim" (Teil 2)

Während ich die meisten der Tiere aus dem letzten Blogeintrag in den umliegenden Feldern fotografiert habe, geht es dieses Mal noch näher an mein Zuhause - viele der Bilder sind in unserem Garten entstanden. Passend zum Frühling sind die Blüten und Farben des Frühlings das Thema. Viele der Bilder sind ausserdem mit einem Makroobjektiv entstanden - das erste Mal, dass ich so viel mit einem Makro fotografiert habe. Und ich muss sagen: diese kleine Welt zu erforschen macht Spass! In Zukunft werdet Ihr sicher häufiger mal die ein oder andere Makroaufnahme zu sehen bekommen. Hoffentlich werde ich dabei auch noch etwas besser - man lernt nie aus.

Ein paar Fotos von "Daheim" (Teil 1)

Aktuell heisst es für die meisten von uns zuhause zu bleiben, grosse Reisen sind nicht. Aber was spricht dagegen mal die Umgebung oder sogar den eigenen Garten etwas zu erkunden? Für mich auch spannnend, weil ich noch nicht so lange hier lebe und alles noch ein wenig kennenlernen muss. Ich will das mal in 2 Teile unterteilen: hier Teil 1 mit Tieren aus Garten und Umgebung, die ich die letzten Tage und Wochen vor die Linse bekommen habe. Beim nächsten Mal kommen dann Pflanzen dran.

 

Neben dem schon aus anderen Blogbeiträgen bekannten Halsbandsittich, sind dieses Mal auch ein paar Feldhasen und Greife aus den benachbarten Feldern dabei. Leider sind die meisten Populationen hier aufgrund der intensiven Landbewirtschaftung am abnehmen. Um ein Beispiel zu nennen haben die Bestände des Feldhasen laut dem NABU Deutschland seit den 80er Jahren um 75 Prozent abgenommen! Der Bestand an Feldhasen hat inzwischen ein bedenkliches Mass ereicht und wird auf der bundesweiten Roten Liste als "gefährdet" geführt. Über den immer wieder diskutierten Einsatz bestimmter Mittel in der Landwirtschaft will ich gar nicht reden, dazu findet man anderorts genügend Material. Mich interessieren mehr die Dinge, die ich selbst sehen kann. Und im direkten Umfeld scheinen mir die unbewirtschafteten Rückzugsgebiete und Verstecke für diese Tiere im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland doch sehr gering zu sein. Vorteil solcher Gebiete ist auch, dass es dadurch ein breiteres Nahrungsangebot für die Tiere gibt, als in grossflächig bewirtschafteten Räumen ohne solche Plätze. Oft liegt hier Feld an Feld und naturbelassene, unbewirtschaftete Streifen sind eher gering. Im Vergleich dazu schien mir das Verhältnis bei meinem letzten Aufenthalt in Ostfriesland deutlich besser zu sein, wo ich noch sehr viele Ackerraine sehe konnte, die bei uns inzwischen eher eine Seltenheit geworden sind. Man kann nur hoffen, dass diese Entwicklung nicht noch mehr fortschreitet, sondern auch diese Tiere in Zukunft wieder mehr Lebensräume zugestanden bekommen.

Momentaufnahmen aus Heidelberg und der Welt


Ich liebe es die besonderen Momente im Bild festzuhalten