Nachthimmel über dem Mittelmeer

Schon lange wollte ich mal einen schönen Sternenhimmel mit Landschaft fotografieren. Allerdings ist das nicht ganz so einfach - in Mitteleuropa ist besonders nahe der Ballungszentren so gross, dass man kaum noch genügend Sterne zu sehen bekommt. Der letzte Urlaub hat mich nach Zypern geführt. Zwar gibt es auch dort Lichtverschmutzung, doch ist die nicht ganz so schlimm wie bei uns zuhause. Mitspielen muss auch das Wetter - es sollte möglichst wolkenlos und möglichst nicht zu windig sein. Ausserdem sollte der Mond nicht zu hell scheinen. Während der Urlaubswoche hatte ich dafür genau einen Abend, an dem alles halbwegs gepasst hat - nur mit dem Wind musste ich zurecht kommen.

Als Reisekamera hatte ich wieder meine Sony alpha6300 dabei, dazu ein Samyang 12mm Ultraweitwinkel. Um möglichst viele Sterne auf das Bild zu bekommen, habe ich Panorama-Aufnahmen aus meheren Einzelaufnahmen erstellt. Leider stand mir dafür kein Panoramakopf für das Stativ zur Verfügung, so kippte das Objektiv bei einer der beiden Aufnahmen etwas - mir gefällt sie trotzdem, deshalb habe ich sie hier reingestellt. Bild 1 ist aus 8 Einzelaufnahmen zusammengestellt, Bild 2 sogar aus 11 Aufnahmen. Welche Sternbilder man genau sieht, können mir die Astronomiekenner unter Euch vermutlich besser sagen. Beim nächsten Mal erwische ich hoffentlich dann die Milchstrasse - dieses Mal hat sie sich hinter der Erde versteckt.

Eis über dem Wasser

Gleiche Location wie beim letzten Mal - der Winter ist aber mit vielen Tagen kaltem Kontinentalwind aus Osten zurückgekehrt. Besonders in der letzten Nacht stürmte es gewaltig im Neckartal. Das Wasser peitschte gegen talwärts gegen das Ufer und über der Wasseroberfläche bildeten sich teils skurrile Wasserskulpturen.

 

Ich war heute deshalb kurz mit meiner Canon am Ufer unterwegs - keine halbe Stunde und doch nach dieser kurzen Zeit danach ziemlich durchgefroren. Vielleicht war die Canon nicht die beste Wahl, denn bei Kamerapositionen knapp über dem Wasser wäre eine Kamera mit schwenkbarem Monitor vermutlich besser gewesen. In der Canon ist der Bildschirm noch fest und mit dem Sucher ging in dieser Höhe nichts mehr, deshalb war fokkussieren und Bildaufbau so etwas schwierig. Passend zum eher grauem Wetter habe ich mich für eine passende Nachbearbeitung der Bilder entschieden.

Neckarwiese durch ein Glas

Eigentlich war heute kein Wetter zum fotografieren. Gestern aber erst veröffentlicht landete heute ein neues Glas auf meinem Tisch - da konnte ich nicht widerstehen und musste das neue Sony SEL 18-135 gleich mal bei einem kleinen Spaziergang an der Heidelberger Neckarwiese testen.

 

Bisher hat mir an meiner Sony ein leichtes Teleobjektiv mit Brennweiten über 70mm gefehlt. An einer Crop-Kamera wie der 6300 entsprechen die Brennweiten des SEL 18-135 tatsächlich einer Brennweite von 27-202,5 mm - mit so einem grossen Spektrum kann man es für fast jede Situation drauf lassen und muss nicht mehr viel wechseln. Mit federleichten 325g kann man das Objektiv ohne Probleme auf jede Bergwanderung mitnehmen und muss keine Angst haben, sich dabei einen Bruch zu heben - zum Vergleich: das 100-400mm Tele bringt ganze 1395g auf die Waage! Unten eine kleine Auswahl meiner heutigen Bilder. Ingesamt bin ich recht zufrieden mit dem Glas, muss es aber erst noch etwas testen. Das Sony SEL Vario-Tessar T 24-70mm scheint mir etwas brilliantere Bilder zu machen - vielleicht machen ich demnächst mal ein paar Vergleichsbilder des gleichen Motivs. Das neue Objektiv ist aber weitaus vielfältiger einsetzbar, Schärfe und Bokeh sind sehr schön. Der Autofokus läuft nahezu lautlos, was ich besonders in Hinblick auf Tieraufnahmen als sehr hilfreich empfinde.

Ein Hauch von Sommer

Das Wetter die letzten Wochen ist ja wirklich gruselig. So langsam bekomme ich Sehnsucht nach den nächsten Frühlings- und Sommertagen. Deshalb gibt es heute wieder etwas aus dem Archiv. Die Bilder mit Nilu aus dem Mannheimer Hafen hatte ich ja schon gepostet. Heute kommen die Aufnahmen, die ich mit Madeleine an der gleichen Stelle und fast zur gleichen Uhrzeit gemacht habe. Stellt Euch vor, es ist Sommer, 30°C und vor uns geht langsam die wärmende Sonne unter .. . Der Sommer naht schon, es dauert nicht mehr lang'!

Neozoene in Heidelberg

Das neue Jahr beginne ich mit ein paar Bildern aus dem letzten November. Eines meiner persönlichen Highlights in 2017 war sicherlich der Besuch bei den Gämsen in den Vogesen. Die Wildtierfotografie hat es mir seither etwas angetan, doch klappt es nicht häufig mit Reisen zu so fernen Destinationen. Da liegt es nahe sich auch mal in der heimischen Tierwelt umzuschauen. Die folgenden Bilder habe ich eigentlich nur als Probeaufnahmen mit einem neuen Teleobjektiv (100-400mm) gemacht und wollte sie eigentlich nicht publizieren, weil ich fotografisch da noch Verbesserungspotential sehe. Allerdings kamen die Bilder in meinem Umfeld so gut an, dass ich sie hier jetzt doch öffentlich zeige.

 

Das Lustige bei den Fotos ist, dass ich sie auf einem von Heidelbergs belebtesten Plätzen gemacht habe. Den Vögeln ist der Trubel um sie herum offensichtlich reichlich egal und den Menschen fallen sie in dieser hektischen Zeit offenbar nicht sonderlich auf. Aufgefallen bin anstatt dessen ich, als ich da plötzlich mit einem langen Teleobjektiv und einem Stativ anrückte und Bilder machte. Neugierig gab es bald die ersten Rückfragen, was ich denn da fotografieren würde. Prompt zückten die ersten dann selbst ihre Kameras und Mobiltelefone, um ein paar Bilder zu machen. Bei den Vögeln handelt es sich um Halbandsittiche (auch kleiner Alexandersittich), eine der am weitesten verbreiteten Papageienarten. Ursprünglich kommen sie aus Afrika und Asien, doch inzwischen leben sie auch in Europa und sind auch in Heidelberg heimisch geworden; solche einheimisch gewordenen Tiere werden Neozoen genannt. Wer genau hinschaut und -hört, kann die Sittiche an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet finden. Das namesgebende "Halsband" kann man allerdings nur bei den mänlichen Tieren sehen - es beginnt als schwarzes Band unter dem Kinn und geht von da langsam zu einem rosafarbenen Nackenband über. Interessant zu beobachten ist auch mit welch akrobatisch wirkenden Positionen die Vögel hoch oben in den Bäumen sitzen und in allerlei verschiedenen Haltungen dort in aller Ruhe ihre Beeren essen.

Frohes Fest!

In der Weihnachtszeit kann man mal alles etwas ruhiger angehen lassen und sollte auf jeden Fall für Freunde und Familie da sein. Deshalb ist es auch hier auf dem Kanal etwas ruhiger geworden. Trotzdem will ich Euch passenderweise ein paar Weihnachtsmarktimpressionen aus den letzten Wochen nicht vorenthalten. Die Bilder wurden in Heidelberg und Michelstadt aufgenommen.

 

Euch allen noch ein paar schöne Weihnachtstage!

Momentaufnahmen aus Heidelberg und der Welt


Ich liebe es die besonderen Momente im Bild festzuhalten